Studium

Einleitung
Die Architektur einer Ausstellung folgt deren kuratorischem Konzept, doch dieses entwickelt sich auch durch die räumliche Umsetzung: eine gegenseitige Verknüpfung, die das gemeinsame Arbeiten von Architekten / Designern mit Kuratoren und Wissenschaftlern sowie Künstlern an einer Ausstellungskonzeption bedingt.

Ausbildungsinhalt
Im Mittelpunkt der Ausbildung zum Ausstellungsdesigner stehen daher Konzeption und Design von Ausstellungen im Spannungsbogen von kuratorischen Entscheidungen und architektonischen Entwürfen. Ausstellungs- und Raumanalysen konkreter historischer wie aktueller Beispiele und die Arbeit am Modell in 2 und 3D bilden die Grundlage der Seminararbeit. Themenschwerpunkte werden durch Exkursionen, Vorträge und workshops mit Künstlern, Kuratoren, Architekten und Designern vertieft. Zielsetzung ist das Erlangen eines konzeptuellen Verständnisses räumlicher Bedingungen im Bereich des Ausstellens. Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Ausstellen zeitgenössischer Kunst sowie der Zusammenarbeit mit dem ZKM / MNK.

Studiumspraxis
Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis ist ein Projektstudium. Die im Seminar erarbeiteten Inhalte ermöglichen den Studierenden die Mitarbeit an der Umsetzung eines konkreten Ausstellungsprojekts am Ende des Semesters. Studierende können so bereits studienbegleitend in der Ausstellungspraxis Erfahrung sammeln und Erkenntnisse aus dem Seminar umsetzen. Die Herausgabe der Print-Publikation Displayer durch den Studiengang ermöglicht als Projekt-Seminar Studierenden, im Kontakt mit Künstlern, Kuratoren, Architekten und Designern Studienthemen vertiefend nachzugehen und diese in einem die Hochschulöffentlichkeit überschreitenden Rahmen vorzustellen.

Der transdisziplinäre Ansatz findet Ausdruck in der Zusammenarbeit der angehenden Ausstellungsdesigner mit Studierenden der anderen, insbesondere künstlerischen und kunstwissenschaftlichen Fachrichtungen der HfG. Dieser Ansatz bildet praxisnah die Zusammenarbeit von Kuratoren und Ausstellungsdesignern im angestrebten Berufsfeld ab. Die Seminare werden von Tutoraten begleitet, technische Grundlagen werden in eigenen Kursen, bzw. projektbegleitend, erlernt.

Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis kann als Hauptfach oder als Nebenfach belegt werden. Studierende des Hauptfachs wählen zudem ein theoretisches (Kunstwissenschaft oder Philosophie) und ein praktisches Nebenfach (Medienkunst, Produktdesign, Kommunikationsdesign oder Szenografie). Das Nebenfach Temporäre Architektur wird als ergänzende Vertiefung empfohlen. Leistungsnachweise aus den Nebenfächern sind jeweils zur Zulassung zur Vor- bzw. Diplomprüfung erforderlich. Neben der Seminarteilnahme sind die Grundlagenkurse für Werkstätten, Studios, Modellbau und Software (z.B. CAD, Bildbearbeitung, Videoschnitt) während des Grundstudiums verpflichtend. Studienbegleitend werden zwei dreimonatige Praktika im Ausstellungsbereich oder einem Architekturbüro vorausgesetzt. Studierende im Hauptfach Ausstellungsdesign und kuratorische Praxis können die Prüfung zum Diplom Ausstellungsdesigner ablegen. Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der für die Diplomarbeit benötigte Zeit neun Semester.

Bewerbungen sind einmal im Jahr zum Wintersemester möglich. 
Diesbezügliche Anfragen sind an das Studentensekretariat zu richten.

Studentensekretariat, Frau Jagiella:
Heidi.Jagiella@hfg-karlsruhe.de
Telefon: 0721 / 8203-2369

Fachbereichssekretariat, Frau Heise:
heise@hfg-karlsruhe.de
Telefon: 0721 / 8203-2338